Montag, 25. August 2014

Islam. Irak. Globale gewaltkulturelle Bereicherung.

Soldaten der Armee der Vereinigten Staaten von Amerika im Irak. Entsandt, um den Diktator Saddam Hussein an der Verwendung angeblich in seinem Land vorhandener Massenvernichtungswaffen zu hindern. Die Massenvernichtungswaffen, die der Grund für den US-Einmarsch waren, gab es in Wahrheit nicht. Um den Krieg im Irak führen zu können, haben die Vereinigten Staaten von Amerika die Weltöffentlichkeit, die "Weltgemeinschaft",  hinters Licht geführt. Wieder einmal. Dafür hinterließ der Militäreinsatz der Vereinigten Staaten von Amerika im Irak, auf eine Lüge gegründet, ein vollkommen zerstrittenes Land mit zahllosen einander verfeindeten Konfliktparteien, die einander in tiefem Haß und nicht nur bis aufs Messer bekämpfen. Quer durch die Volksstämme, quer durch die Spielarten der islamischen Glaubensvorstellungen. Mit Bomben, Sprengfallen und Schußwaffen. Zehntausende von Toten. Die meisten davon Zivilisten. Es gelangen dieser Tage Bilder und Berichte von unbeschreiblichen Greueltaten aus dem Irak nach Europa, in die "westliche" Welt. Enthauptungen, Massenerschießungen am geschaufelten Massengrab mit automatischen Waffen, Kreuzigungen, Auspeitschungen, beliebige Kombinationen von alledem - und alles vor laufenden Kameras; die Täter tragen dabei stolze Mienen, die vor Selbstbewußtsein strotzen, während sie etwa eine Machete in die Kehle eines vor Schmerzen und Angst schreienden gefesselten Opfers senken, das sie schächten wie Vieh. Die enthauptete Köpfe zu Dutzenden auf Zaunpfähle öffentlicher Straßen stecken und sich vor dieser grausigen Sammlung über die Prinzipien des Islamischen Staates vortragend filmen lassen.  Die finstersten dokumentierten Ereignisse aller europäischen Kriege der letzten fünfhundert Jahre - sie sind zur Gegenwart des Jahres 2014 geworden. Die Menschen im Irak haben einen schlechten Tausch gemacht. Die USA haben ihnen "Iraqi Freedom", Freiheit für den Irak, versprochen, so lautete der Name der Militäroperation der Armee von jenseits des Atlantik. Gebracht hat ihnen die US-Spitzenpolitik nach der Beseitigung Saddam Husseins in Tat und Wahrheit allerdings einen Alptraum, wie er entsetzlicher nicht sein könnte. Und nicht nur irakische Staatsbürger foltern und morden mit - nein, auch Miliz-Importe aus den Nachbarstaaten. Nicht zu vergessen die USA selber (man recherchiere Abu Ghraib). Nun reden sie in Washington darüber, wie man das Islam-Gewalt-Monster (IS - "Islamischer Staat") in die Schranken weisen könnte. Mit noch mehr Waffenlieferungen natürlich, mit noch mehr Bomben, mit noch mehr Luftschlägen, mit der Einbeziehung von noch mehr Nahtod-Satellitenstaaten, mit noch mehr Geld an lokale Kriegsfürsten, die man sich für die eigene Sache zunutze machen zu können glaubt - solange, bis sich diese ihrerseits stark genug fühlen, um mit den gelieferten Waffen und den Geldern aus dem "Westen" eigene Ziele zu verfolgen - und dann vom "Westen" ebenfalls zu "Terroristen" deklariert werden. Wem nützen diese Interventionen? "Humanitär" sind sie langfristig offenbar nie. Aber die Waffenindustrie, die Rohstoffsucher und ihre Profiteure in der Politik, sie haben miteinander eine gute Zeit. "Stiefel aus..." --- "Ist die Moschee sunnitisch oder schiitisch?" ---"Platz da! Immer im Weg, diese Ungläubigen!" --- "Sunnitisch!" Auf Bombe: "Tod den Sunniten". Bildunterschrift "Orientierungshilfe" (Karikatur von 2006).

Soldiers of the Army of the United States of America in Iraq. Sent in order to prevent the dictator Saddam Hussein from using weapons of mass destruction supposedly existing in his country. These weapons of mass destruction that were the reason for the U.S. invasion, did not exist in truth. In order to wage the war in Iraq, the United States of America has duped the world public, the "world community". Once again. Instead, the military action of the United States of America in Iraq, founded on a lie, left a completely divided country with innumerable parties who fight each other in deep hatred. Across the tribes, across the varieties of Islamic beliefs. With bombs, booby traps and firearms.  Tens of thousands of deaths. Most of them civilians. Currently photos and reports of unspeakable atrocities come from Iraq to Europe, to the "Western" world. Beheadings, mass shootings with automatic weapons at a shoveled mass grave, crucifixions, whippings, any combination of these cruelties - and everything in front of cameras; the perpetrators wear proud faces, bristling with self-confidence, e.g. while using a machete at the throat of a victim that screams in pain and fear, slaughtering him like cattle. They stick decapitated heads in dozens on fence posts of public roads and let themselves be filmed reciting the principles of their Islamic State in front of this gruesome collection. The darkest documented events of all European wars of the last five hundred years - they have become present age of 2014. The people of Iraq have made a bad deal. The United States has promised them "Iraqi Freedom", that was the name of the military operations committed by the army from across the Atlantic. Top U.S. politics, however, has brought them in deed and in truth after the removal of Saddam Hussein nothing else than a nightmare, as it could not be more horrible. And not only Iraqi citizens are taking part in torturing and murdering - no, also militia imports from neighboring countries. Not to mention the United States itself (look for "Abu Ghraib"). Now they talk in Washington about how the Islam-violence-monster (IS "Islamic State") could be shown its limits. With still more weapons deliveries of course, with still more bombs, with still more air strikes, with the inclusion of still more Nato-satellite states, with even more money to local warlords, who Washington tends to instrumentalize for Nato-purposes - until somewhen these warlords feel strong enough to struggle for their own aims - using all the money and weapons received from the "West". Thenceforth they will be declared "terrorists" by the "West"as well. Who benefits from these interventions? "Humanitarian" they apparently never are in the long term. But the weapons industry, the raw material seekers and profiteers in politics, they have a good time together. "Boots off ..." --- "Is this Mosque Sunni or Shiite?" ---"Out of my way! Always in the way, these infidels!" --- "Sunni!" On Bomb: "Death to the Sunnis". Caption "guidance" (Cartoon from 2006).