Donnerstag, 27. November 2014

Himmelsgemälde (28)


Abendhimmel über dem Flensburger Hafen, Schleswig-Holstein, am 25. Oktober 2014. Links im Bild ein Hafenkran des Herstellers Kampnagel (Hamburg, 1865 bis 1981).


Evening sky above the harbor of Flensburg, Schleswig-Holstein, northern Germany, on October 25, 2014. On the left the a harbor crane manufactured by Kampnagel, a factory once situated in Hamburg, existing from 1865 to 1981.

Donnerstag, 20. November 2014

Dreams of Pacific.




Mit dem Pazifik haben beide Bilder nichts zu tun. Das eine zeigt ein altes rotes Auto, das man, als es neu war, für den fernwehanfälligen Käufer mit einem Aufkleber aufgehübscht hat. Veralgt und verrostet ist es am Ende ganz ohne die Einwirkung von Pazifikwasser. Das andere zeigt zwar Meeresoberfläche, entstand aber auf der Ostsee bei Eckernförde, Schleswig-Holstein.

Die Begriffe sind's, die die Träume machen. "Klima-Schutz" zum Beispiel. (Beide Bilder aus 2014).


With the Pacific both pictures have nothing to do. One shows an old red car which, when it was new, was pimped with a sticker aiming at car-buyers with itchy feet. At the end it gained rust and patina completely without the influence of Pacific water. The other shows sea surface though, but was taken on the Baltic Sea near Eckernförde, Schleswig-Holstein, northern Germany.

The terms are the ones who make the dreams. "Climate-protection" for instance. (Both pictures from 2014).

Mittwoch, 19. November 2014

Loch Seaforth/ Loch Siophort.


Der Schiffsneubau "Loch Seaforth" für die schottische Reederei CaledonianMacBrayne liegt im frühen November 2014 an der Ausrüstungspier der Flensburger Werft. (2014).

The new ferry "Loch Seaforth" to be delivered to Scottish shipping company CaledonianMacBrayne sits moored in early November 2014 at the outfitting pier of Flensburg shipyard, northern Germany. (2014).

Dienstag, 11. November 2014

Burkafreie Zone.


Cheerleader für die Freiheit der Meinung und des Gedankens, gegen politkorrekte Gängelung durch staatsmachtverliebte Linke einschließlich ihres hexenjägerischen Nazi-Denunzismus und gegen die gesellschaftlichen Diktate islamischen Beleidigtseins. Islamophob - aber sexy! (2014).

Burqa-free zone. Cheerleader for the freedom of opinion and thought, against politically correct paternalism administered by state power loving left-wings, including their crucible-similar nazi-denouncing and against the societal dictates of Islamic offendedness. Islamophobic - but sexy! (2014).

Montag, 10. November 2014

Sicher: Fingerabdruckscanner.


Fortschrittliche Sicherheitssysteme bei der Zugangskontrolle und Personenidentifikation. Allein - bisweilen ist der sogenannte Fortschritt ein Auf-der-Stelle-Treten. Es bleibt beim Schlüsselbund, gleich ob mit musealen Bartschlüsseln fürs Schlüsselloch oder mit modernen Gelatinefingern zur Nutzung am Fingerabdruckscanner. "Welcher war jetzt der richtige ... das nennt sich nun technischer Fortschritt!" (2002).

Safe: fingerprint scanner. Advanced security systems with access control and personal identification. Alas - sometimes the so-called progress means making no headway. It remains the key ring, whether with museum bit keys for key hole or with modern gelatine fingers for use at the fingerprint scanner. "Which was now right ... that is now called technical progress!" (2002).

Freitag, 7. November 2014

Artikel 8 des BRD-Grundgesetzes und seine willkürliche Aushebelung.

Artikel 8

(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
  
Aus: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23.05.1949 (Bundesgesetzblatt. I, S. 1), zuletzt geändert durch Gesetz vom 11.07.2012 (Bundesgesetzblatt I, S. 1478) mit Wirkung vom 17.07.2012. Dieses Grundgesetz wurde seit 1949 schon über fünfzig Mal geändert. Im Grunde ist es längst ein Auftürmgesetz, denn auf dem Grund wurde inzwischen soviel herumgebaut, daß man ihn schon nicht mehr erkennen kann.

Wenn die entscheidenden Zirkel der politischen Macht die Wahrnehmung des in Artikel 8 verankerten Grundrechts nicht wollen, steht ihnen de facto ein mannigfaltiges Instrumentarium zur Verfügung, dieses Grundrecht willkürlich zu untergraben. Wie überhaupt jedes Grundrecht des Grundgesetzes mit etlichen Schlupflöchern formuliert ist, die seine Beschneidung erlauben, wovon im BRD-Staat bekanntlich reichlich Gebrauch gemacht wird. Im Falle des Artikels 8 muß man hierzu seitens der interessierten Kreise nur die Instrumente der Beschränkung nach Absatz (2) plausibel in Gang setzen. Etwa, indem junge, prügelfreudige Leute engagiert und herbeitransportiert werden, die, angetan mit Trillerpfeifen, dunklen Kapuzenpullovern und schwarzen Sonnenbrillen, Gebrüll, Stein-, Batterie- und Flaschenwürfen sowie körperlichen Übergriffen unter Einsatz von Fäusten, Tritten oder Speicheldrüsen die Durchführung der angemeldeten Demonstration so lange unmöglich machen, bis die Polizeiführung entscheidet, daß wegen der allgemeinen Gewaltlage die weitere Durchführung verboten werden muß. "Gegendemonstration" nennt sich im verlotterten Sprachgebrauch der BRD-Gegenwart, was in Wahrheit Demonstrations-Sabotage ist. Womöglich steuerfinanziert, etwa aus den Haushaltsmitteln des "Kampfes gegen Rechts".

Aber es geht auch anders. Zum Beispiel so:

Im Bild oben sehen wir scheinbare Teilnehmer an einer Demonstration, die nach Wunsch gewisser Politikkreise massiv im Ruf beschädigt werden soll, warum auch immer. Sie sind getarnte Mitarbeiter eines deutschen Geheimdienstes, des tiefen Staates, in dem Recht und Gesetz nichts gelten müssen, wo Gesetzesübertretungen ohne Folgen bleiben können, wenn eine mächtige, unsichtbare Hand von oben schirmend über die Täter gehalten wird. Kein Verfahren dann, und keine Anklage. Die Verfassungsschutz-Mitarbeiter "Moosröschen", "Backhuhn", "Deo", "Trixi" und "Blubber" gebärden sich in der gezeigten Situation als Nazi-Randalierer, die während der zu diskreditierenden Demonstration einen Polizeibus umgeworfen haben. Pressefotografen sind zur Stelle, und das Bild wird dem Fernsehpublikum in den Abendnachrichten serviert - mit dem auf Empörung gerichteten Appell, daß der Sache dieser Demonstration doch wohl künftig jedes Recht abgesprochen gehöre, sich öffentlich zu artikulieren. Es ist in diesem Zusammenhang dann denkprogrammierend von "rechter Dumpfbackengewalt" die Rede.

Interessanterweise war ein Begriff wie "linke Dumpfbackengewalt" in großen deutschen Meinungsverbreitungsorganen etwa nach einem linksextremen "Myfest" oder linksextremen "Chaostagen" oder einem linksextremen "Reclaim the streets" bisher nicht zu lesen oder zu hören. Vielmehr lautet der Duktus der Berichterstattung in diesen Fällen, in denen Polizeifahrzeuge häufig nicht nur umgekippt, sondern regelrecht zerstört werden, "unzufriedene, wütende junge Leute". Aber nur dann.

Umwerfen eines Polizeibusses durch Demonstranten also, deren äußeres Erscheinungsbild dem arglosen Zuschauer die Zugehörigkeit zu einer Gruppe signalisiert, die insgesamt unter den Verdacht gestellt werden soll, daß alle aus deren Reihen so handeln würden wie die im Bild gezeigten Busumkipper. Wie zu hören ist, haben schon gewisse Fernsehanstalten, die eine Demonstration kaputtberichten wollten, sich selbst kostümierte, gemietete Schauspieler-Nazis zur Veranstaltung mitgebracht, die sie neben dem Demonstrationszug gröhlend und mit spezifischer Ausdrucksweise vor die Kamera torkeln ließen.

Es ist wieder und wieder dasselbe. Es ist Theater. Es ist Inszenierung. Es ist Lüge. Es ist Betrug. Betrug durch den Staat, die Politik, begangen am Leser, am Bürger, am Wähler, am Steuerzahler und ganz gewiß auch am Zwangsbeitragszahler. Es ist das Legen einer falschen Fährte, wie man es bei der staatlichen Aufarbeitung der vermutlich staatlich inszenierten NSU-Farce oder dem vermutlich staatlich inszenierten Abschuß des Fluges MH-17 durch das Nazi-Putschistenregime in Kiew oder dem vermutlich staatlich inszenierten Niederlegen der World Trade Center-Gebäude Nummern 1, 2 und 7 in New York 2001 inzwischen bis zur Übelkeit erlebt hat.

Überhaupt: Wenn die Missetaten Einzelner tatsächlich dringend jener gesamten Gruppe zugerechnet werden müssen, zu der diese Einzelnen gehören oder zu gehören scheinen, stellt sich zwingend die folgende Frage: Wann endlich wird nach gleicher Logik

der Bundestag oder die Bundesregierung oder die Partei, die Sie beim letzten Mal gewählt haben oder das nächste Finanzamt

wegen

Besitzes von Kinderpornographie oder wegen Sex mit Minderjährigen oder wegen Drogenbesitzes oder wegen Bestechlichkeit oder wegen betrügerischen Führens akademischer Titel oder wegen Veruntreuung oder wegen Hehlerei

verboten?

Wann? Natürlich nie. Der Staat ist nicht Staat, damit er die Staatsmacht, also sich selbst in Frage stellt. Demokratische Wahlen könnten vielleicht etwas an den hier beklagten Zuständen ändern. Aber bis zu deren Einführung bleibt alles, wie es ist.

"Backhuhn" telefoniert via Smartphone mit "Backblech": "Demo erfolgreich beschädigt!" "Backblech" ist zufrieden: "Verstanden! Wenn das Demoverbot durchkommt, kriegen Sie Sonderurlaub!" (2014).

Article 8 of the FRG Basic Law and its arbitrary cancelling.

Donnerstag, 6. November 2014

Ein Maiabend 1989. Blick auf die Stadt Flensburg, Schleswig-Holstein, Deutschland.



Die Flensburger Innenstadt, gesehen von der Höhe des östlichen Fördehangs. Die untere Aufnahme, aus der das obere Foto ausschnittsweise entnommen ist, umfaßt einen Blickwinkel von annähernd 180 Grad. Sie besteht aus neun Einzelfotografien, die im Mai 1989 analog auf Kleinbildfilm aufgenommen wurden und deren Papierabzüge im November 2014 digitalisiert aneinandergereiht wurden.

Die auffälligste Änderung im Stadtbild ist zweifellos das Verschwinden der drei Treibstofftanks in der Mitte am unteren Bildrand des unteren Fotos. Hier stehen heute fünf mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser, die "Werftkontor" genannt werden. Die beiden Kaispeicher im Anschnitt links daneben sind ebenfalls verschwunden. Der rechte von beiden ist abgebrannt und wurde durch einen Neubau, darin ein Fischrestaurant, ersetzt. Der linke von beiden wurde Jahre später abgerissen und durch einen architektonisch extravagant gestalteten Wohn- und Geschäftsbau mit der Bezeichnung "Klarschiff" ersetzt. Im oberen Foto sieht man neben dem großen Kirchturm (St. Nikolai)  einen grauen Schuhkarton: das Rathaus. Es hat in den folgenden Jahren im Zusammenhang mit größeren Umbauten eine lachsfarbene Fassade erhalten und ein zu den Schmalseiten überkragendes Flachdach. Die Fassade rechts neben dem Rathaus mit der auffällig roten Beschriftung ist ein Warenhaus der Firma Hertie. Es ging nach einem Unternehmenszusammenschluß in den Besitz der Firma Karstadt über, die es bis heute unterhält. Die Fassade, an der die rote Leuchtreklame hängt, gehört zu einem Kunden-Parkhaus mit Auto-Aufzügen, das vor kurzem abgerissen wurde, um einem Parkhausneubau Platz zu machen. Dieser ist zur Zeit der Niederschrift dieser Zeilen im Entstehen. Etwas unterhalb des Kaufhauses sieht man einen Holzturm mit rotem Spitzdach. Hier ensteht im Moment der Aufnahme ein Restaurantgebäude an der Hafenspitze. Gegenwärtig verfällt es, da in ihm seit mehr als 12 Monaten kein Betrieb mehr stattfindet. In der rechten Bildhälfte des oberen Fotos ragt ein roter Baukran empor, inmitten einer Lücke der Häuserzeile an den Norderhofenden. Diese Lücke bestand seit Kriegsende und ist im Moment der Aufnahme im Begriff, baulich geschlossen zu werden. Dort steht heute ein Hotelbau. Die Silobauten, die im unteren Bild am rechten Ende zu sehen sind, stehen heute noch. Sie werden aber gewerblich nicht mehr genutzt, die technischen Anlagen stehen seit längerer Zeit still. Über einen möglichen Abriß dieser Silobauten und anschließende Neugestaltung dieses attraktiven Bereichs an der Hafenkante wird aktuell in diversen Stadtgremien geredet.

Der Rundumblick, wie er sich 1989 dem Fotografen bot, ist aktuell nicht mehr gegeben. Der Aussichtspunkt im Volkspark, von dem aus diese Aufnahmen gemacht wurden, ist zwar wie damals erreichbar, aber von dichtem Gebüsch, das aus dem Hangbereich über die Jahre immer höher gewachsen ist, umgeben. Daher ist heute an dieser Stelle der Blick auf die Stadt fast völlig versperrt.


Mittwoch, 5. November 2014

Patina.


Ein Laubbaum und ein Motorboot, die beide die Zeichen des unerbittlichen Laufs der Zeit zeigen. Flensburg, Herbst 2014.


Patina. A deciduous tree and a motorboat, both showing signs of the inexorable passage of time. Flensburg, northern Germany, 2014.