Dienstag, 17. Dezember 2013

Queen Mary II, eine Minute vorm Hauptbahnhof.


Schnappschuß vom Passagierschiff "Queen Mary II" der britischen Reederei Cunard, aufgenommen aus dem fahrenden Eisenbahnzug kurz vor Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof. Im Hintergrund die Köhlbrandbrücke. November 2013.

Queen Mary II, one minute from main train station. Snapshot of the passenger ship "Queen Mary II" of the British shipping company Cunard, taken from a moving railway train just before arriving at Hamburg Central Station. In the background the Köhlbrandbrücke bridge. November 2013.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Die gelassene Heiterkeit eines Spätsommer-Nachmittags.


Im Nachmittagslicht spielen die Baumschatten auf der Fahrbahndecke der Nikolaiallee, Flensburg. September 2013.

The laid-back serenity of a late summer afternoon. In the afternoon light the tree shadows are playing on the pavement of Nikolaiallee, Flensburg, northern Germany. September 2013.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Wirtschaftlichkeit von Solarstrom bei geschlossener Schneedecke.

"Sie und Ihre lächerlichen Vorbehalte! Die Sonnenstunden, die im Wirtschaftlichkeitsgutachten für diese Fotovoltaik-Anlage zugrundegelegt wurden, werden im laufenden Monat um 200% übertroffen!" (2013).

Economics of solar power facing a blanket of snow. "You and your ridiculous reservations! The sun hours that were applied in the economic assessment of this photovoltaic system are exceeded by 200% this month!" (2013).

Montag, 2. Dezember 2013

Messeneuheit: Dieses Mobiltelefon wird von den Geheimdiensten der westlichen Wertegemeinschaft empfohlen.

Interessant für die Spitzelstaatskrake, daher womöglich bald zur Nutzung vorgeschrieben: "Dieses Handy sendet automatisch ein Foto beider Gesprächspartner an die Behörden ... unbemerkt natürlich!" Den erfreut blickenden Schlapphüten fällt sofort auf, was das bedeutet: "Ideal für Journalisten also!" Warum bei der Vorratsdatenspeicherung weniger archivieren, wenn man technisch bequem mehr haben kann? Kleinigkeit für die freiheitlich-demokratisch grundgeordneten Spindoktoren. Flugs ein, zwei neue "Terroranschläge" mithilfe williger, ihre Enttarnung stets fürchtender V-Leute inszeniert und dann medial mit Brennpunktwucht und scheußlichen Bildern in die Gehirne gehämmert: der bundestägliche Abnickzirkel wird binnen Tagen auf Knien ein alternativloses Gesetz durchwinken, das jedem mit 30 Tagen Gefängnis winkt, der ein solches Handy nicht benutzt. Einigkeit im Recht zur Unfreiheit. (Karikatur von 2003).

Trade fair premiere: This phone is recommended by the secret services of the western community of values. Interesting for police state, therefore may soon be compulsory for use: "This phone will automatically send a photo of both interlocutors to the authorities ... unnoticed, of course!" The happy-looking floppy hats realize immediately what this means: "Ideal for journalists so!" Why should government archive less in her retention of data, when you conveniently can store more data thanks to technical development? Trifle for spin doctors who are in service of appraised "free and democratic order". En passant there can be one, two staged new "terrorist attacks" using willing undercover agents (always fearing their unmasking) and then the hideous images medially hammered into the brains: the national parliament Bundestag will be waving through one "there-is-no-alternative-law" on his knees within days, which will threat anybody with 30 days in prison, who does not use such a phone. Unity in the right for bondage of the people. (Cartoon from 2003).

Donnerstag, 28. November 2013

Rekordversuch im Dauerrutschen.

Knapp gescheitert am Versuch, den Weltrekord im Dauerrutschen einzustellen. Die beiden letzten verbliebenen Rutscher schätzen ihr Sitzfleisch, das von hunderten Rutschkilometern malträtiert ist, höher als etwelchen Rekordhalterruhm. Der Rekordmessungs-Offizielle versucht sie aufzumuntern: "Sie sind die beiden letzten ... kommen Sie - noch EIN mal rutschen - und Sie brechen den REKORD!" Zähneknirschend geben die beiden zur Antwort: "Kein Gedanke ... die letzten Meter, die wir uns noch bewegen können, führen uns zu den anderen in die Gesäßambulanz!" (2011.)

Record attempt in continuous sliding. Just failed at trying to equal the world record in continuous sliding. The last two remaining sliders appreciate their seat flesh, which is maltreated by hundreds of slip kilometers, higher than any record holder glory. The record measurement official tries to cheer: "You are the last two ... come on - still ONE time slipping - and you'll break the RECORD!" The two reply reluctantly: "No idea ... the last few meters we can still move ourselves lead us to the others in the buttocks ambulance!" (2011.)

Mittwoch, 27. November 2013

Sommerregen an der Nordsee.


Auf der Hamburger Hallig bei Bredstedt, Schleswig-Holstein, August 2013.

Summer rain at the North Sea. On Hamburger Hallig near Bredstedt, Schleswig-Holstein, Germany, August 2013.

Dienstag, 26. November 2013

Autohersteller Opel, ein Unternehmen im General-Motors-Konzern.

Mit Besen und Eimer gehen zwei General-Motors-Leute auf das Unternehmen Opel zu. "Dann wollen wir mal die Marke auf Hochglanz bringen!", sagen sie. Der Mann im Vordergrund blättert in einem alten Fotoalbum. Darin ein Bild, das genau dieselbe Szene zeigt, nur vor einem Oldsmobile-Gebäude. Die Marke Oldsmobile gibt es inzwischen nicht mehr. (Karikatur von 2001).

Automaker Opel, a subsidiary of the General Motors group. With broom and bucket two General Motors people are arriving at the Opel company. "Then let's bring the brand to a high gloss," they say. The man in the foreground is leafing through an old photo album. There is a picture that shows exactly the same scene, just in front of an Oldsmobile-building. The Oldsmobile brand does no longer exist now. (Cartoon from 2001).

Montag, 25. November 2013

Bundeskanzler: wirklichkeitsgerechte Anpassung des Amtseides.

Vereidigung des Bundeskanzlers: "... meine Kraft dem Wohle meiner Wählerklientel widmen, meinen Nutzen mehren, die Gesetze des Bundes demgemäß ändern, so wahr mir externe Berater dabei helfen!" (2004)

Freitag, 22. November 2013

Mobilkakophonie.


Im Restaurant. Der Kellner versucht brüllend, die dröhnende Geräuschkulisse aus mobiltelefonierenden Gästen und gellenden Handy-Klingeltönen zu übertönen, als er sich an eine verblüfft blickende Gästegruppe wendet: "Hier ist es so laut ... wollen Sie mir Ihre Bestellung lieber auf Facebook schicken?!?" Hinter der dem Tresen sinniert der Barmann: "War das schön damals ... als die Gäste noch in Ruhe ihre Mahlzeit genießen konnten ..." (2013).

Mobilecacophony. In the restaurant. The waiter tries to drown out the droning background noise from mobile phoning guests and shrill mobile phone ringtones when he turns shouting to a stunned-looking group of guests: "It's so loud ... you want to send me your order rather on Facebook!? " Behind the counter the bartender ponders: "Was that nice back then ... when the guests were able to enjoy their meal in peace ..." (2013).

Mittwoch, 20. November 2013

Ich glaub' mich laust der Affe!

Ich glaub' mich laust der Affe!
Well, I'll be damned! (The German proverb means literally: I believe that a monkey is collecting lice from me). 2003.

Bürger-du-sollst-dein-Geld-ausgeben!


Niedergedrückt liegt der deutsche Michel unter der Last seiner Probleme: Angst vor sozialem Abstieg (Hartz), Deckungslücke in der Altersvorsorge, Terror-Angst vor Angst-Terror, Angst um den Job und über allem das Steuer-Hü-Hott der geliebten Politiker. In diese Lage hinein erreicht den Bedrückten der lebenskluge und praktische Rat des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement (SPD): "Dafür, daß du eine Hand frei hast, könntest du ruhig mehr konsumieren!" Der Staat, die Regierung: ohne ihre freundschaftlichen Ratschläge wären wir längst ... .(2004).

Citizen-you-shall-spend-your-money! Depressed the German Michel lies under the burden of his problems: Fear of social decline (Hartz), shortfall in the pension, terror-fear of fear-terror, fear for the job and above all the tax-whirl by beloved politicians. In this situation the oppressed receives wise and practical advice from the Federal Minister for Economics and Labour, Wolfgang Clement (SPD): "Regarding the fact that you have one hand free, you could by all means consume more!" The state, the government: without their friendly advice we would be ... . (2004).

Montag, 18. November 2013

Baumhaus? Hausbaum!


Gesehen in Flensburg, September 2103.

Tree house? House tree! Seen in Flensburg, northern Germany, September 2013.

Freitag, 15. November 2013

Kokainspuren auf Bundestagstoiletten.

November 2000: Ein Fernsehmagazin untersucht Toiletten des Deutschen Bundestages und findet in zahlreichen Fällen Spuren der Droge Kokain. Der Schulaufsatz einer Klasse, der einen stattgehabten Berlin-Besuch reflektieren soll, dreht sich folglich um die zwei großen politischen Themen des Herbstes 2000: die deutsche Leit- und Kokainkultur. Besonders relevant sind an dieser Stelle die parlamentarischen Gesetzgebungsaktivitäten zur Drogenbekämpfung. Zu denken wäre an eine Eilgesetzgebung, die regelt, wie häufig und wie intensiv Bundestagstoiletten zu reinigen sind, die zuvor von koksenden AbgeordnetInnen benutzt wurden. (Karikatur von 2000.)

Donnerstag, 7. November 2013

Rentenbeiträge. Stabil?

Vor dem rot-grünen Rentenbeitrags-Monument vom Sommer 2003. Es verspricht einen stabilen Beitragssatz von 19.5%, zeigt aber schon viele Risse und bröckelt vor sich hin. SPD-Vertreter Olaf Scholz hat einen Plan, auf dem deutlich 20,5% steht. Er versteht, den maladen Zustand des auftrumpfend dastehenden Monuments zu erklären: "Sie wissen ja  - die modernen Baustoffe ... aber nach der Restaurierung werden Sie es nicht wiedererkennen!" (2003).

Before the red-green pension-contribution monument as of summer 2003. It promises a stable contribution rate of 19.5%, but already shows many cracks and crumbling. Olaf Scholz, SPD representative, has a plan, that shows clearly a rate of 20.5%. He knows how to explain the bad state of  that pretentious monument standing there: "You know - the modern building materials ... but after restoration you will not recognize it!" (2003).

Freitag, 1. November 2013

Der Außenseiter.


Ein Kiefernwäldchen in der Lüneburger Heide. Herbst 2013.

The outsider. A pine forest in the Lüneburg Heath. Autumn 2013.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Verriestert biestern?


Ein Mann am Bankschalter. Am Ende eines langen Beratungsgesprächs fragt der Servicemitarbeiter: "Wissen Sie schon, für welche Alterssicherung Sie sich entscheiden möchten?" und räumt noch einmal die vielen Papiere hin und her, auf denen die labyrinthischen Vorsorgemodelle präsentiert werden. Die Kunde hat sich im Geiste längst entschieden: Er wird zuhause einen Sparstrumpf anlegen - das ist klar, wahr und überschaubar. Am besten mit Goldstücken. Die sind auch dann noch etwas wert, wenn die ehrenwerte Regierung sich in ihrer ewigen Geldnot entschließt, die Währung in die Inflation zu treiben. (2004).

A man at the counter. At the end of a long counseling session, the service employee asks, "Do you already know for which pension you would opt?" and shows once again the many papers on which the labyrinthine pension schemes are presented. The customer has already made up his mind: he will create a piggy bank at home - that is clear, accurate and manageable. Best by using gold pieces which will keep their value even if the honorable government in its eternal need of money decides to drive the currency into inflation. (2004).

Montag, 28. Oktober 2013

Altgedient.


Ein jahrzehntealter Metallzaun rostet im Flensburger Christiansenpark vor sich hin. Erst blättern die Farbschichten ab, danach nimmt das Metall die Form auffasernden Holzes an. (2007).

A decades-old rusty metal fence in Flensburg (northern Germany) Christiansen Park. First the layers of paint peel off, then the metal gains wood-like structures. (2007).

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Berlin. Bundesregierung. Große Koalition.


Große Koalition aus Union und SPD, gestartet 2005. Ein Jahr später sind die großen Reformideen in endlosem Koalitionsgezänk zerrieben. Der Ablauf im Rückblick. Angela Merkel und Franz Müntefering brechen auf: "Lassen Sie uns gehen! Wir haben einen weiten Weg vor uns!" Man stürzt, man stolpert, man strauchelt. Es tritt kein Stillstand ein, sondern Still-Liegen. "Könnte das hier nicht ein vorzeigbarer Meilenstein für unseren Reformeifer sein?" fragt Müntefering. Merkel ist auch hier anderer Ansicht: "Ich bin für diesen hier!" Freut euch, ihr Kinderlein: Dieser Regierungs-Slapstick wird wegen des geringen Erfolgs ab 2013 fortgesetzt. (2006).

Berlin. Federal government. Grand coalition. Grand coalition of political parties CDU and SPD, starting in 2005. One year later, the great reform ideas are crushed in endless bickering within coalition. The sequence in retrospect. Angela Merkel and Franz Müntefering to break: "Let's go. We have a long way to go!" One falls, one stumbles. What follows is no standstill, but a lying idle. "Could not this be a presentable milestone for our zeal for reform?" asks Münterfering. Merkel has, as always, a different view: "I'm here for this one!" Rejoice, ye little children: This government slapstick is about to be continued in 2013 because of its small achievements. (2006).

Freitag, 18. Oktober 2013

Hotel-Portier. Hochrisiko-Job.

Verkratzt und verbeult fährt die Super-Luxuslimousine vor dem Hoteleingang vor. Der Besitzer wirft dem Portier lässig die Wagenschlüssel zu und sagt zu ihm: "Hier! Bitte parken! Aber fahren Sie mir keinen Kratzer in den Lack!" Die Hotelverwaltung kann sich schon in diesem Moment auf zwei Schriftsätze einrichten, die demnächst im Hotelbriefkasten landen werden: Einen vom Anwalt des Hotelgastes und einen zweiten von der Kaskoversicherung desselben Hotelgastes. (2006).

Hotel porter. High-risk job. Scratched and dented a super-luxury limousine arrives in front of the hotel entrance. The owner throws the  car keys casually to the porter and says to him: "Here you go! Please park! But make no scratches in the paint!" The hotel management can be set up already at this moment in expecting two letters that are about to land soon in the hotel's mailbox: One from the lawyer of the hotel guest and a second from the hull insurance of the same hotel guest. (2006).

Mehrwertsteuer: Staatswillkür, die man einem Gesunden nicht mehr erklären kann.


Kuriositätenkabinett Mehrwertsteuer: Hauptsache a) die Steuerkasse stimmt und b) die Spezis der augenblicklich Regierenden sind zufrieden. Demokratie. Frieden und Freizeit. (2006).

Cabinet of curiosities VAT (German: MwST): arbitrariness-driven state power, which one no longer can explain to a healthy person. VAT: The essential things are a) that there are sufficent revenues for the tax collector's office and b) that the cronies of current rulers are satisfied. Democracy. Peace and leisure. (2006).

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Rotjacke am blauen Meer.


Solitüde. Der Flensburger Fördestrand im Frühherbst 2013. Am Horizont die dänische Küste.

Red jacket by the blue sea. Solitüde. The Flensburg Fjord beach (northern Germany) in early fall 2013. On the horizon the Danish coast is seen.

Intern-Net.


Die Leitungsbahnen eines Rhabarberblatts schimmern im Gegenlicht. (2013).

Intern-Net. Seen against the light the pathways of a rhubarb leaf are shimmering. (2013).


Montag, 14. Oktober 2013

Geschichte des Haushaltsgeräts: frühe Geschirrspülmaschine.


History of household appliance: early dishwasher.(2003).

Freitag, 11. Oktober 2013

Den Riesen-Bärenklau bekämpfen.

Mit Schutzanzügen bewehrte Arbeiter rücken an, um dem Riesen-Bärenklau den Garaus zu machen. Die Pflanze ist gefährlich giftig. Man müht sich hier, sie in die Rote Liste der gefährdeten Arten eingehen zu lassen. "Komm schon - hier drin ist dein Platz!" (2006).

Fight the giant hogweed. Reinforced with protective clothing workers move in to make an end to the giant hogweed. The plant is dangerously poisonous. One struggles here for making them appear in the Red List of Threatened Species. "Come on - in here is your place!" (2006).

 
 Foto von 2012.

Photo from 2012.



Mittwoch, 9. Oktober 2013

Radsport. Doping. Tour de France.

Die Bodybuilding-Mücke posiert vor der Weiblichkeit. Ohne Erfolg, denn frau kennt die Anabolika- und Muskelaufbau-Tricks. "Schon gut, alter Angeber ... haste dich mal wieder im Tour-de-France-Fahrerlager sattgetrunken?" (2006)

Cycling. Doping. Tour de France. The bodybuilding-mosquito is posing in front of his female fellow creatures. Without success,  for the latter know the anabolic muscle-building tricks. "All right, old braggart ... have you drunk yourself full again in the Tour de France paddock?" (2006)

Dienstag, 8. Oktober 2013

Neulich, an der Küchenspüle.

Unterm tropfenden Wasserhahn treffen sich Paulus Pilz und Bertram Bakterius. Daß sie Nachbarn sind, wußten sie schon länger. Aber jetzt besteht Gelegenheit, Adreßkarten auszutauschen und die Behausung des Gegenüber zu würdigen. Ein Appartement im Spültuch und ein Penthouse an der Spülbürste sind beides Residenzen, die aller Ehren wert sind - und einer zahlreichen Nachkommenschaft eine wohlige Heimstatt bieten können. "Da haben Sie aber ein schönes Zuhause, Herr Kollege!" (2003).

Recently, at the kitchen sink. Under the dripping faucet, Frederic Fungus and Bernard Bacterium meet. That they are neighbors, they knew for some time. But now there is an opportunity to share address cards and to appreciate the counterpart's dwelling. An apartment in a dishcloth and a penthouse in the dish brush are both residences that are worthy of all honor - and can offer a cozy abode to a numerous progeny. "You have a beautiful home, though, Sir!"  (2003).

Montag, 7. Oktober 2013

Grünstreifenpilz im Abendlicht.


Im Abendlicht des September 2013 zeigt der Wasserturm im Flensburger Volkspark das Schattenspiel seiner weißen Betonrippen.

Green stripe mushroom in the evening light. In the evening light of Sept. 2013, the water tower in Flensburg (northern Germany) public park shows shadows cast by its white concrete ribs.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Alexandra raucht vor Sonwik.


Mit der typisch graubraunen Rauchfahne aus dem Schornstein zieht der letzte seegehende Dampfer Deutschlands, der Salondampfer "Alexandra", vor frühherbstlichen Bäumen an der Mole des Seglerhafens Sonwik in Flensburg-Mürwik vorbei. (2013).

Alexandra smokes before Sonwik. With the typical gray-brown plume of smoke from the chimney Germany's last sea-going steamer, the saloon steamer "Alexandra", passes the breakwater of sailors' harbor Sonwik in Flensburg-Mürwik in front of early autumn trees. (2013).

Montag, 30. September 2013

Conny Zuseh: Offshore-Einsatz.


Ein Motorboot bahnt sich seinen Weg übers Meer. In der Ferne ist eine Ölbohrinsel auszumachen. Das Boot passiert eine Glockenboje, ein Schild verkündet: "Drei-Meilen-Grenze. Sie verlassen den Hochlohnsektor." Im Heck des Bootes sitzt ein verärgerter IT-Experte, unser Conny Zuseh, und sinnt über das Gespräch nach, in welchem er in die augenblickliche Situation geschlittert war: "Wie sieht's aus, Zuseh?! Sind Sie bereit, offshore Software zu entwickeln? Virensicher? Wasserdicht? ... Augenblick, Chef! werde ich das nächstemal sagen. Erst erklären Sie mir alle Nebenbedeutungen der englischen Vokabeln, die Sie benutzen!" (2006).

Conny Zuseh: offshore deployment. A boat makes its way across the sea. In the distance, an oil rig can be discerned. The boat passes a bell buoy and a sign proclaims. "Three-mile limit -- you leave the high-wage sector." In the stern of the boat sits a disgruntled IT expert, our Conny Zuseh, and speculates about the conversation in which he was slipped into the current situation: "How about it, Zuseh?! Are you prepared to develop software offshore? Virus safe? Waterproof? ... Just a moment, boss! -- I will say the next time -- not until you tell me all the connotations of the English vocabulary you use! " (2006).

Freitag, 27. September 2013

Jurassic Contact: Das kollektive Gedächtnis der Saurier.


Ein Comic aus dem Jahr 1994. Format DIN A 4, Federzeichnung auf Papier. Seite 1 von 2. Fortsetzung weiter unten. Idee: Tatjana Nikitsch. Story und Zeichnungen: Götz Wiedenroth.

TV-Moderator: "Äh ... willkommen, liebe Zuschauer! Wir präsentieren Ihnen heute aufsehenerregende Bilder aus der Urzeit!" Bilder aus dem Gedächtnis der Saurier! ... Frau Dr. jur. As-Sik, Sie sind die Leiterin des Forschungsprojekts! Bitte sagen Sie uns: Wie kam es, daß ..."

As-Sik: "Ganz einfach! Aus den versteinerten synaptisch-cerebralen Cyto-Neuro-Codierungen wurden im ersten Schritt jene DNA-Sequenzen synthetisiert, die das kollektive Gedächtnis der Saurier ..."

TV-Moderator unterbricht: "Aber sehen Sie selbst!"

Diplodocus-Dame erscheint auf dem Computerbildschirm: "Hi! Ich bin Gaby. Eine gutgewachsene Diplodoca. Auch Saurier-Hüftknochen sind nur begrenzt belastbar! Hüstel. Darum achte ich auf mein Gewicht. Machen Sie auch mit:"

Ein Plakat wird eingeblendet: Ran an den Speck. Runter auf 12 Tonnen. Ruf: 2 mal lang, 4 mal kurz.

Trachodon erscheint auf dem Bildschirm: "Hallo, Pflanzenfresser! Sie kennen das alle! Zusätzlich zum Futterstreß stellt Ihnen irgend ein Tyranno nach. Und abends kommt man auf allen vieren nach Haus. Machen Sie's wie ich. Dieses Buch hilft Ihnen weiter. Jetzt erhältlich."

Saurierpfote hält ein Buch ins Bild: G. Brachio. Entspannung nach der Flucht. Ernährung, Atmung, Autogenes Training.

Stegosaurus erscheint auf dem Bildschirm. Trägt einen Anstecker mit der Aufschrift: Tyranno go home, ferner ein Peace-Zeichen eintätowiert über dem hinteren Oberschenkel. Er sagt: "Leute! Wir stehen mit unserer Zeit tief in der Kreide! Wir müssen umkehren! Wir autonomen Saurier wissen, was Sache ist. Zögert nicht länger, Leute! Seid dabei nächsten Mittwoch!"

Ein Plakat wird eingeblendet: No-future-Demonstrationszug. Alle Saurier sind eingeladen! Nieder mit dem Evolutionswahnsinn! Happy Dino Movement.

Folgt Seite 2 von 2:


Allosaurus erscheint auf dem Bildschirm: "Ich bin ein Allosaurier. Als ich klein war, habe ich meiner Mutti versprochen, nie Fleisch zu fressen. 'Alle Saurier sind Brüder' hat sie mir immer gesagt! -- Gestern hab' ich's doch getan! Ein armer Pachy ... Pacy ... Pachycepha ... (ich hab' den Namen schon vergessen) hat dran glauben müssen. Schäme mich so! Buhuuu!"

Ein Plakat wird eingeblendet: Machen Sie Ähnliches durch? Wir sind für Sie da. Selbsthilfegruppe "Schwaches Fleisch". Auch in Ihrer Nähe.

Es erscheint auf dem Bildschirm ein Kinosaal mit Saurierkindern in den Sitzreihen. Die kleinen Saurier blicken schreckensstarr, ihre Augen sind von Entsetzen geweitete. Dann wird das Gesicht eines Saurier-Wissenschaftlers eingeblendet. Er trägt eine Brille und steht vor einer Bücherwand, in der Titel wie "Mit dem Saurier auf Du" oder "Saurier-Pädagogik" zu sehen sind. Der Wissenschaftler: "Möchten Sie Ihr Junges so leiden sehen? Sicherlich nicht. Darum seien Sie verantwortungsvoll und lassen Sie Ihr Kind nicht in diesen Film gehen!" Gezeigt wird ein Filmplakat mit dem Titel "Humano Park". Darauf ein menschliches Skelett im Profil und Silhouette, ein böse grinsendes Auto, ein rauchender Fabrikschornstein, ein Hochhaus und ein Atompilz.

Triceratops erscheint auf dem Bildschirm: "Servus! Ich bin Graziella! Jahrelang habe ich mich nur um Kindererziehung gekümmert. Sicher ähnlich wie ihr! Ich möchte nun mit Euch einen Traum wahrmachen, Schwestern! Ballett! Erstes Treffen nächste Woche bei mir! Man sieht eine Riege Triceratops-Damen im Tütü beim anmutigen Tanz der Tonnen.

Eine Gruppe langzähniger Fleischfresser-Saurier wird eingeblendet: "Hallo Freaks! Wir sind eine Gruppe junger Raubsaurier! Am kommenden Wochenende wollen wir mit euch so richtig Spaß haben ... mit unserer Zeitmaschine können wir beliebig neue Zeitalter und Zivilisationen ... hähä ... erkunden! Klaro, Carno? Habt ihr Blut geleckt? Dann meldet Euch ..."

Besorgt dreinblickend stehen der TV-Moderator und Dr. jur. As-Sik vor dem Bildschirm. Es folgt die Abmoderation: "Und mit diesen Bildern zurück in die Heiz-, äh, Sendezentrale!"

(1994)



Donnerstag, 26. September 2013

Sonntagsrede des Bundesgesundheitsministers Dr. plag. Falschprang-Heuchelnuss.

Der Herr Minister steht am Rednerpult und läßt nach geübter Gewohnheit jene Wortstanzen vom Stapel, die sein kopfzahlstarker, steuerfinanzierter Stab zuvor gründlich auf politische Korrektheit geprüft hat. Gerade poltert er zum Jahr des Schulsports den Satz in die Mikrofone: "Glaubt mir - ohne Sport wird man träge, dick und unbeweglich!" Da er sich eng ans Manuskript zu halten gewohnt ist, verfügt er nicht über die Beweglichkeit, auf das Offenkundige zu reagieren. Offenkundig ist nämlich, daß seine Zuhörer über das Träge-, das Dick- und das Unbeweglichwerden überhaupt keiner Belehrung bedürfen, sondern darin ebenso erfahren sind wie Herr Minister selbst. Die Sporthalle hinter seinem Rücken ist wegen Lehrermangels geschlossen. Dieser Mangel beruht auf fehlenden Steuermitteln, die nicht weg sind, sondern nur woanders. Zur Stunde werden sie mit gigantischen Stundensätzen in der Erarbeitung eines Konzepts für Flugapparate verbraucht, die ohne Pilot auskommen und ferngesteuert in der Lage sind, irgendwelche Menschen vermittels diverser abgeworfener Sprengstoffe in Matschklumpen aus Fleisch, Knochen und Blut zu verwandeln oder wahlweise diese Menschen vermittels diverser Lauschapparaturen ihrer privatesten, intimsten Geheimnisse zu berauben, um diese so gewonnenen Geheimnisse anschließend in staatliche, steuerfinanzierte Auswertestäbe einzuspeisen. Die drohnenmäßig abeschöpften Geheimnisse übers Dicksein und Dickwerden der bespitzelten Menschen beispielsweise ermöglichen es dann unserem rundlichen Plagiatsdoktor, mit ministerialer Autorität, aber auch politisch korrekt über die Unverzichtbarkeit des Schulsports zu faseln. Wie könnten wir darauf verzichten! (2002).


Fine speech by Federal Minister of Health Dr. plag. Falschprang-Heuchelnuss.
The Minister stands at the pulpit speaking those empty phrases, which his tax-financed staff (with numerous headcount) has checked thoroughly in respect of political correctness before. Appreciating the Year of School Sports he just rumbles his phrase on the microphone: "Believe me - without sports you will get sluggish, thick and immobile!" Since he is used to keep closely to the manuscript, he does not have the agility to respond to the obvious. It's obvious, namely, that his listeners do not need any instruction on becoming sluggish, thick and immobile, but are equally adept in these things as the Minister himself is. Behind his back the sports hall is closed for lack of teachers. This deficiency is due to lack of tax money that, however, is not gone, but just somewhere else. Right now it is consumed with gigantic hour consumption in the development of a concept for aircrafts that do not need a pilot and are, controlled remotely, capable of transforming any human into mud lumps of flesh, bones and blood by means of various explosives, or, alternatively, of depriving these people by means of various eavesdropping equipment of their most private, most intimate secrets and then of injecting these secrets into governmental, tax-funded evaluation staffs. That way officially gained secrets about people becoming fat and obese for example enable our chubby plagiarism doctor to babble with ministerial authority, but also politically correct about the indispensability of school sport. How could we do without it! (2002).

Mittwoch, 25. September 2013

Smartphone torpediert Flirtversuch.

Im Straßencafé. Der dickbebrillte, picklige junge Mann, der sein Leben im wesentlichen der Beschäftigung mit Computerdingen widmet ("Nerd"), nimmt allen Mut zusammen und nutzt die sich bietende Gelegenheit zur Ansprache einer hübschen jungen Frau. "Ähm ... Ihr Armband ... ist eben runterge ..." Doch weiter kommt er nicht und wird es wohl auch nicht mehr, denn in diesem Moment plärrt die Ansage seines smartphones mit der Servicemitteilung eines Anbieters dazwischen: "Nachricht von der Hotline: Ihre Sex-Video-App läuft jetzt ruckelfrei!" (2012).

Smartphone torpedoes attempt at flirting. In a street café. The pimply young man with thick glasses who devotes his life essentially to dealing with computer things ("nerd"), takes all his courage and uses the available opportunity to address a pretty young woman. "Um ... your bracelet ... has just fallen ..." But he doesn't continue and will probably not more, because at that moment his smartphone blares an announcement from a service provider: "Message from the hotline: Your Sex Video App is now running smoothly" (2012).

Dienstag, 24. September 2013

Presto.


Zum Abregnen bitte Knopf drücken.

Bedienarmatur einer Duschsäule für Badegäste, Hamburger Hallig, Nordfriesland, Nordseeküste. August 2013.



Presto. 

Please press the button for releasing water.

Armature on a shower column for bathers, Hamburger Hallig, North Frisia, German North Sea coast. August 2013. 



Montag, 23. September 2013

Körperpflegestandards im Rokoko (ca. 1730-1780).


Nachmittagskonversation eines Paars, gehobene Gesellschaftsschicht. Allerlei Ungeziefer, Flöhe, Wanzen und anderes Getier, bewegt sich aus der Hochperücke der Dame zur Perücke des Herrn. Eifrig mit ihrem Fächer wedelnd fragt sie ihren Gemahl: "Hast du eine frische Flohfalle angelegt, Liebling?" (2003).

Personal care standards in the Rococo (ca. 1730-1780). Afternoon conversation of a couple, upper class of society. Swarms of flies, fleas, bed bugs and other animals are moving from the lady's high wig to the wig of the Lord. Eagerly wagging her fan she asks her husband: "Have you put on a fresh flea trap, darling?" (2003).

Freitag, 20. September 2013

Blitze zucken. Ströme fließen. Leben regt sich im Container.

Am Recycling-Sammelcontainer für Elektro-Kleingeräte. Durch Kabel, Platinen und Schaltkreise fließen Ströme, gespeist aus der aufgeladenen Außenluft. Magnetismus, Felder, Motoren treten in Aktion, Stränge verschnüren sich, verknoten sich, Kupplungen verkuppeln sich. Aus der Ursuppe weggeworfener Geräte entsteigt neues Leben, aus dem Chaos organisiert sich der elektrische Golem. "Ah- die ganze Zeit schon so eine Gewitterluft! Man steht ja förmlich unter Strom ... da braut sich bestimmt gerade etwas Finsteres zusammen!" (2013).

Lightning flashes. Currents flow. Life stirs in the container. At recycling collection containers for small electrical appliances. Currents flow through cables, mother boards and circuits, fed from the charged air outside. Magnetism, fields, motors go into action, strings tie into knots, intertwining happens, clutches connect with each other. From the primeval soup of littered devices new life emerges, from chaos the the electric golem organizes himself. "Ah, the whole time such a sultry air! One feels like being under an electric current ... something sinister is brewing there for sure!" (2013).

Donnerstag, 19. September 2013

Ein kranker Mann rief im Medizin-Call-Center an, und dann ...


Call-Center-Mitarbeiterin: "Mein Herr, trotz ihrer schwachen Stimme, ihrem Kopfweh und ihrem Gliederreißen ... könnte es sein, daß ihre tödliche Krankheit nur ein Schnupfen ist?"

Reaktion aus der Leitung: "WIE-KÖNNEN-SIE-ES-WAGEN?"

(2012)


A sick man phoned the medical call center, and then ...

Call Center Associate: "Sir, despite your weak voice, your headache and your rheumatism ... could it be that your fatal illness is just a cold?"

Reaction from the line: "HOW-DARE-YOU-SAY-THAT?"

(2012)


Mittwoch, 18. September 2013

Ronaldinho: Des Fußballidols neue Zähne.

Brasilien bereitet sich vor: die Fußball-WM wird schön. (2013)



Ronaldinho: New teeth of a soccer idol.

Brazil prepares: the Soccer World Cup tournament is going to be beautiful. (2013)



Dienstag, 17. September 2013

Karikatur vom 17.09.2013.


Papa, was ist Politik?

 Politik ist das Spielfeld von
• BankenretterInnen und SparkontenvernichterInnen,
• StinkefingerzeigerInnen und auch sonst schlecht erzogenen MenschInnen,
• korrupten Karrieristen und notorischen SoziopathInnen,
• Allesversprechern und eiskalten WahlbetrügerInnen,
• KinderfickerInnen und das-war-damals-eben-so-Schwätzern,
• Privatkreditmauschlern, Günstlingen und SeilschaftlerInnen,
• Studienabbrechern und HochstaplerInnen,
• TitelbetrügerInnen, die zu fantastischsten Ausreden fähig sind,
• Handhebern, AlternativlosfinderInnen, Verbotsfetischisten und
  fachlich total inkompetenten parlamentarischen Durchwinknutten,
• Währungsaufzwingern, Weltentgrenzern und Wirtschaftszerstörern,
• StatistiklügnerInnen, Falschpropagandisten und Volksverdummern,
• Terrorzellenerfindern, Grundrechteabschaffern und BevormunderInnen,
• Demoskopiesalbaderern und WahlfälscherInnen,
• Steuerverschwendern, Schuldenbaggerführern und Steuerzahlerausplünderern,
• buckelnden Parteidomestiken, Schleimspursurfern und ArschkriecherInnen,
• Bundesschleimverdienstkreuzempfängern nach Parteiproporz,
• Lobbymarionetten und LustreisenkonsumentInnen,
• HurenböckInnen, TrinkerInnen und berufslosen Hartz-IV-AnwärterInnen,
• erfolgreichste-Bundesregierung-die-es-je-gab-SchönrednerInnen,
• Waffenschiebern, KriegstreiberInnen und Drohnenschlächtern,
• Drogenanbaubeschützern, die sich als Drogenbekämpfer ausgeben,
• Demokratiedarstellern und HeuchelkünstlerInnen in einer verkappten
  Diktatur, die den Deutschen einredet, sie allein seien schuld an allem Übel,
• Wissenschaftszuhältern, Gutachteneinkäufern und Klimawahnsinnigen,
• Sitzungsgeldkassierern und SitzungsschwänzerInnen,
• FrauInnen-zu-Männern-MacherInnen und MännerInnen-zu-Frauen-Machern,
• Galionsfiguren und Sockenpuppen unbekannter
  StrippenzieherInnen im europäisch-amerikanischen Hintergrund.

Aber Papa, das ist ja ekelhaft!

Ja! Gehe nie wählen, mein Sohn. Du machst dich sonst mitverantwortlich!

(2013)


Dad, what is politics?  

Politics is the playing field of


• Bank rescuers and destroyers of savings accounts,
• middle finger pointers and otherwise ill-bred people,
• corrupt careerists and notorious sociopaths,
• promise-all-they-want-guys and icy election fraudsters,
• children fuckers and it-was-then-just-so-babblers,
• private-credit-fiddlers, minions and cronies,
• university dropouts and impostors,
• title scammers who are capable of most fantastic pretexts,
• hand lifters, alternativelessness-finders, prohibition
  fetishists and hustling parliamentary through-wavers lacking any professional competence,
• currency upon-forcers, worldwide boundary-abolishers and economy destroyers,
• Statistics liars, wrong propaganda spreaders, people stultificators,
• inventors of terrorist cells, fundamental right abolishers and in-leading-string-keepers,
• public-opinion-spouters and election counterfeiters,
• tax wasters, public debt digger operators and taxpayer-looters,
• bowing and scraping political-party-domestics, slime surfers and brown-nosers,
• Federal Cross of Mucus-Merit recipients by political parties' proportional representation,
• lobby puppets and pleasure travel consumers,
• fornicators, drinkers and candidates for social security as they have no profession beyond politics,
• this-is-the-best-federal-government-this-country-ever-had-spin-doctors,
• arms dealers, warmongers and drones-deploying butchers,
• drug cultivation protectors, posing as drug fighters,
• democracy performers and high-level-hypocrites in a hidden dictatorship that permanently tries 
  persuading the Germans that they were solely responsible for all evil,
• fancy men of science, expertise buyers paying with tax money and climate madmen,
• attendance fee pocketers and session skippers,
• gender mainstreaming women-to-men-makers and men-to-women-makers,
• figureheads and sock puppets of unknown puppet masters in the European-American background.



But Dad, that's disgusting! 

Yes! Never go voting my son. Otherwise you'll make yourself responsible!

(2013)





Montag, 16. September 2013

Herbstboten.


Zwar schon, aber immer noch. Noch sind die die Bäume grün und die gelben Blätter in der verschwindenden Minderheit. Hier an einem Flensburger Straßenbaum im frühen September 2013.

Autumn messenger. Although yet, but still. The trees are still green and the yellow leaves in the tiny minority. Here on a roadside tree in Flensburg, northern Germany, in early September 2013.

Samstag, 14. September 2013

Ein seltsames Kaiserauge.


Im Kommandeursflügel der Marineschule Mürwik, Flensburg, an der östlichen Stirnseite des Säulenganges, rechts der Tür des Kommandeur-Dienstzimmers, hängt ein Gemälde des Malers Adolph Behrens, ausweislich des Signums unten links geschaffen im letzten Vorkriegsjahr 1913. Es zeigt den letzten deutschen Kaiser, Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen aus dem Hause Hohenzollern, der im Jahre 1888 als Wilhelm II. im Alter von 29 Jahren den Thron bestieg und im letzten Kriegsjahr 1918 abdankte. Er starb im dritten Kriegsjahr 1941 in Haus Doorn, seinem von ihm gekauften Herrenhaus im niederländischen Exil, woselbst er sich seit dem Jahr seiner Abdankung aufhielt und das er für den Rest seines Lebens nicht mehr verließ. Den 30 Jahren seines Lebens als Kaiser des Deutschen Reiches stehen mithin 23 Jahre im Exil gegenüber.

Das Bild zeigt den Kaiser in der Uniform eines Großadmirals der kaiserlichen Kriegsmarine, also des höchsten militärischen Ranges, den die Marine damals zu vergeben hatte. (Er entspricht dem des Generalfeldmarschalls im kaiserlichen Heer.) Der Rang ist abzulesen an dem einen breiten und den vier schmalen Ärmelstreifen darüber, Ärmelstreifen, die bis heute in der Marine "Kolbenringe" genannt werden. Je mehr Kolbenringe, desto höher der Rang. In seiner Rechten hält er ein Fernrohr, rot, mit in Gold ausgeführten rautenförmigen und ankerförmigen Ornamenten. In der anderen Hand hat er weiße Uniformhandschuhe.

Über die Geschichte des Bildes, darüber, ob es immer an dieser Stelle gehangen hat oder im Laufe der bis heute 100 Jahre seiner Existenz auch an anderer Stelle, ist mir nichts bekannt. Die Marineschule Mürwik wurde im Jahr 1910 durch Wilhelm II., den Dargestellten also, ihrer Bestimmung übergeben. Gut möglich, daß Behrens das Bild eigens für die Wand der Marineschule geschaffen hat und daß es seit damals an genau derselben Stelle hängt.

Das Bild kaschiert eine Behinderung, die Wilhelm II. zeit seines Lebens tragen mußte. Sein linker Arm war durch ein Mißgeschick, das während seiner Geburt eintrat, im Wachstum behindert und lebenslang immer kürzer als der rechte gewesen. Diesen Umstand hat der Maler vorliegend nicht berücksichtigt; hier sind beide Arme gleich lang dargestellt.

Die Kimm, die Horizontlinie des Meeres, verläuft genau in Höhe der Schultern Wilhelms. Ebendort zieht eine Flottille von vier dampfgetriebenen stählernen Kriegsschiffen, mächtig rauchend,  in Linie hinter ihm vorbei, wobei das das vorletzte als einziges von den vieren nach Steuerbord ausgiert, genau in Höhe seiner rechten Schulter.

Wilhelm steht vor einer perspektivisch im stumpfen Winkel abknickenden Reling (Geländer), die ihrer Darstellung nach keinen Aufschluß darüber zuläßt, ob er selbst sich an Bord eines Schiffes befindet oder an Land.

Adolph Behrens, der Maler dieses Bildes, lebte dem Vernehmen nach von 1865 bis 1914. Wir sehen hier also eines seiner Spätwerke. Er sei als Autodidakt Maler, Graphiker und Illustrator gewesen und habe in Hamburg und New York Wohnsitze gehabt. Seine Lebensspanne betrug demzufolge 49 Jahre; viel größer hingegen war die des von ihm hier malerisch dargestellten Mannes: 82 Jahre. Ob Behrens 1914 durch Kriegseinwirkung starb, womöglich als Soldat, war bis dahin nicht zu ermitteln, es liegt rein spekulativ aber im Bereich des Möglichen.


Anlaß zu dieser Besprechung gibt mir die eigenartig unbeholfene Ausführung des linken Auges. Es wirkt aus der Entfernung betrachtet platt und unplastisch, in völliger Abweichung zu dem gekonnt-eleganten Malstil des übrigen Werkes. Wenden wir uns dieser Gemäldepartie näher zu.


Die Rauchfahnen der beiden vorderen Schiffe, die im Hintergrund vorbeifahren, bilden mit ihren Achsen einen Winkel, dessen Spitze in genau dem erwähnten linken Auge liegt. Der Maler hat diesen Punkt des Bildes mithin weitausholend betont. Interessant ist nicht nur, daß die Iris seines linken Auges deutlich größer als die Iris des anderen ist. Sondern es ist auch bemerkenswert, daß dieses linke Auge in seiner Horizontalachse auffallend zu derjenigen seines rechten Auges nach oben versetzt ist. Die Fotos des Kaisers aus dieser Zeit lassen die Vermutung unmittelbar ausscheiden, es habe sich um eine anatomische Besonderheit seines Gesichts gehandelt, die der Maler hier lediglich naturtreu wiedergegeben habe. Nein, es ist eine mutwillige, naturabweichende Gestaltung des Künstlers. Warum? Es läßt sich freilich einwenden, daß Behrens es mit dem natürlichen Beschaffensein seines Modells, wie bezüglich des linken Arms weiter oben schon erwähnt, auch nicht so genau genommen hat. Aber nähern wir uns dem rechten Auge noch weiter:


Oben sehen wir das Gesicht im Bildausschnitt in Großaufnahme. (Alle Bilder auf diesen Seiten können durch Anklicken vergrößert betrachtet werden). Nicht nur ist, wie eben schon erwähnt, die linke Iris unverhältnismäßig größer als seine rechte Iris ausgeführt. Wie wir hier sehen, hat die rechte Pupille zudem eine vollkommen abnorme Form. Es scheint sich um eine Art Doppelpupille zu handeln, ein Pupillenschwarz, das, wie die Iris selbst, in seiner äußeren Kontur vom Rundzustand weg deformiert ist und mitten hindurch eine Irisbrücke aufweist. Daß Behrens Augäpfel malen konnte, zeigt das rechte, normale Auge. Warum nicht beim linken? In großer Eile fertiggestellt? Keine Lust mehr gehabt? Oder eine versteckte Symbolisierungsabsicht?

Im Weichbild und zugegeben mit etwas Phantasie erinnert die Gestaltung der linken Iris an einen Totenschädel. Totenschädel im Auge?

Das ist ein Motiv, das etwa der niederländische Künstler M. C. Escher (1897-1972) im Jahr 1946 in ähnlicher Weise ausgeführt hat. Wollte sich Behrens einen ebensolchen bildlichen Bruch erlauben? Wenn ja, warum? Kaum vorstellbar, daß er sich einfach-mal-so dazu erkühnte, seinen obersten Landesherrn in diesem Punkte nachgerade karikierend darzustellen.

Allerdings war es ja durchaus so, daß Wilhelm II. als Uniformträger Totenkopf-Embleme mit sich herumgetragen hat, sehr deutlich sogar. Die Frage nach den künstlerischen Absichten bei der Darstellung des rechten Kaiserauges indes muß hier - wenig überraschend - unbeantwortet bleiben; sie ist wohl auch nicht mehr zu lösen. Echte Aufklärung würde insoweit nur eintreten, wenn sich eine Handschrift, etwa ein Tagebuch des Malers Behrens auffinden würde, dem explizite Ausführungen zu diesem Gemälde zu entnehmen sind.

Beschließend kann immerhin vorsichtig vermutet werden, daß die Malweise des Auges bei den (zahlenden? auftraggebenden?) Empfängern wohl zur Ablehnung des Werkes oder zur Aufforderung nach Überarbeitung keinen Anlaß gab. Auch heute bietet sie keinen Grund zur Beanstandung. Das Gemälde hängt an prominenter Stelle in der Marineschule Mürwik, direkt zuseiten eines handsignierten Befehls Wilhelms II. "An die Fähnriche der Marineschule" vom 21. November 1910.

Am Rande: die Narbe unter dem rechten Augenwinkel ist penibel nach der Natur gemalt. Sie rührte, so die Literatur, von einer Wurfattacke her. Bei der Besichtigung einer Werft soll ein wütender Arbeiter aus der Menge heraus mutwillig ein Metallstück auf den Kaiser geworfen haben, das ihn an genau dieser Stelle traf.

Gemälde, überhaupt gestaltete Bildwerke, verdienen immer einen zweiten, fünften, zehnten Blick. Man muß das leisten, wenn man verstehen will.

(Fotos von 2013).

"Sind denn die Amerikaner besser als wir?"


Fiktives Gespräch des Autors mit einem Bundesminister der Verteidigung im Anschluß an eine Vereidigungszeremonie an der Marineschule Mürwik, Flensburg. Die frei erfundene Szene spielt irgendwann Anfang der 1990er Jahre.

Eine Vielzahl Personen steht in der unmittelbaren Umgebung, darunter soeben vereidigte Marine-Offizieranwärter und deren zur Vereidigungszeremonie angereiste Verwandte. Die Zeremonie ist vor etwa 15 Minuten zu Ende gegangen. Die Soldaten, Verwandten und eingeladenen Gäste stehen informell in losen Grüppchen auf dem Gelände verteilt. Wir sehen hier die Terrasse vor dem Remter, dem Speisesaal der Marineschule, von wo man einen prachtvollen Blick auf die Flensburger Förde, einen Meeresarm der Ostsee, hat.



Der Minister unterhält sich mit einigen jungen Soldaten und ihren Eltern. Fragt nach deren Herkunft, Smalltalk. Ich spreche ihn an, als er mir gerade den Rücken zukehrt.

Herr Minister?

(Dreht sich um.) Ja?

Wiedenroth mein Name. Gestatten Sie eine Frage zu Somalia? (Händeschütteln).

Ja ... na ... da schicken wir aber keine Marine hin (lacht, sieht in die Runde, späht nach Mitlachern, sieht mich wieder an, nickt, als Aufforderung, die Frage zu stellen).

Gibt es ein Abbruchkriterium für den Somaliaeinsatz (der Bundeswehr)?

(Stutzt) Nein, wozu? ... Wo kommen Sie her? Was machen Sie beruflich?

Ich bin in der Wirtschaft tätig.

(Schüttelt den Kopf) Nee, also ... dann sage ich jetzt natürlich nichts dazu ...  sind denn die Amerikaner besser als wir? ... ich weiß nicht, wann Schluß ist ... darüber denken wir gar nicht nach!

Ist das in Somalia also eine open-end-Veranstaltung?

Open end. Was heißt open end. Das warten wir ab. Ok! (Setzt sich während dieses Satzes in Bewegung, winkt heftig ab, verläßt die Szene, steigt mit seinen Begleitpersonen die Treppenstufen der Terrasse hinab.)

(Farbzeichnung von 2013).



"Are the Americans any better than us?"

Fictitious conversation between the author and a German Federal Minister of Defence, following a swearing-in ceremony at the Marineschule Mürwik (German Naval Academy), Flensburg. The entirely fictional scene takes place sometime in the early 1990s.

A large number of people in the immediate area, including just sworn-in officer candidates and their relatives who traveled here in order to attend the swearing-in ceremony. The ceremony came to an end about 15 minutes ago. The soldiers, relatives and invited guests are distributed informally in small groups loosely all over the grounds. We see here the terrace in front of the refectory, the dining room of the Naval Academy, from where one has a splendid view of the Flensburg Fjord, a firth of the Baltic Sea.

The Minister talks to some young soldiers and their parents. Asks about their origin, smalltalk. I address myself to him, just as he turns his back on me.

Mr. Minister?

(Turns around.) Yes?

Wiedenroth my name. Allow a question about Somalia? (Shaking hands).

Yes ... well ... but we won't send the Navy there. (Laughs, looks around, peering for laughs on his remark, looks back at me, nods, as an invitation to ask the question).

Is there a termination criterion for the Somalia-deployment (of German Army Bundeswehr)?

(Hesitates.) No, what for? ... Where are you from? What do you do?

I'm working in business.

(Shaking his head) No, so ... I'll say now, of course, nothing more ... are the Americans any better than us? ... I don't know when the end is ... we don't even think about that at all!

Is the deployment in Somalia an open-end event, so?

Open end. What's open end. We'll wait and see. Ok! (Sets himself in motion while speaking this phrase, waves violently, leaves the scene, descends the steps of the terrace, accompanied by his escort.)

(Color drawing of 2013).

Gesundheit. Hygiene. Juckreiz. Fußpilz.


Health. Hygiene. Itching. Athlete's foot. (2003).

Gesundheitswesen. Krankenversicherung. Mathematik.

1
Kfz-Unfall. "Bei Ihrem Schadenverlauf müssen wir jetzt Ihren Beitrag erhöhen  - das sind wir der Versichertengemeinschaft schuldig."

2
Haus brennt ab. "Bei Ihrem Schadenverlauf müssen wir jetzt Ihren Beitrag erhöhen  - das sind wir der Versichertengemeinschaft schuldig."

3
Raucher, übergewichtig, bewegungsarm. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) beruhigt ihn:  "Bei Ihrem Schadenverlauf bleibt Ihr Kassenbeitrag natürlich unverändert - Ihr Gehalt ist ja gleich geblieben. Das ist Ihnen die Versichertengemeinschaft schuldig!

Zweierlei Versicherungsmathematik.

(2006)



Healthcare. Health insurance. Mathematics.

1
Motor vehicle accident. "In respect of your claims history we must now increase your contribution - that we owe the insured community."

2
House burns down. "In respect of your claims history we must now increase your contribution - that we owe the insured community."

3
Smoker, overweight, sedentary. Federal Health Minister Ulla Schmidt (SPD) reassures him: "In respect of your claims record your cash contribution remains unchanged, of course - as your income has remained the same. That is the insured community owes you! 

Two kinds of insurance mathematics. 

(2006)

Donnerstag, 12. September 2013

Ökologismus und Automobil.

Ökofaschistische politische Kraftfahrtreinigungsanlage: Waschabteilungen mit den planetenrettenden Kampagnen Anti-SOx, Anti-NOx (angebliches Waldsterben, Katalysatoreinführung), Anti-Ozon (angebliches Ozonloch über dem Südpol), Anti-Feinstaub (Einführung bunter Diskriminierungs-Plaketten für die Windschutzscheibe), Anti-CO2 (angeblich menschengemachte angebliche globale Klimaerwärmung, Einführung Elektromobilität) und Anti-Überhaupt. Bis am Ende alle Autofahrer aus Umwelt- und Planetenschutzgründen nur noch mit einem Lenkrad in der Hand herumlaufen. Zurück zur Natur. (2007).

Eco-fascist political carwash: Washing departments with planet-saving campaigns anti SOx, anti NOx (alleged deforestation, catalyst introduction), anti-ozone (alleged ozone hole over the South Pole), anti-particulate matter (introduction of coloured discrimination plaques for the windshield), anti-CO2 (allegedly manmade alleged global warming, introducing electric vehicles) and anti-whatsoever. Until in the end all motorists run around only with a steering wheel in their hands for environmental and planetary protection reasons. Back to nature. (2007).