Mittwoch, 22. August 2012

Regierungsamtliche Durchhalteparolen im wirtschaftlichen Abstieg.


Rauchgeschwärzte, ungepflegte, rissige Fassaden, auf denen die Graffiti der letzten 20 Jahre schmutzig-schmierige Farbsedimente gebildet haben. Finstere, hohlfenstrige Ruinen, die sich gegen einen grauen Einheitshimmel abheben. Wachsende Schlaglöcher in den seit Jahren schadhaften Straßenbelägen. Kein Geld. Es ist nicht weg, es ist nur woanders. Dort nämlich, irgendwo in Europa, wo die Straßen weitaus besser sind. Es hängt ein stetes, unangenehmes Rüchlein von Abgas aus tausenden Mini-Motoren, die aus nicht mehr restlos erfindlichen Gründen die staatlich ausschließlich zugelassenen sind. Es hatte irgendwas mit Wettersteuerung oder Welttemperatur oder so zu tun. Rauch steigt aus tausenden Hausfeuerungs-Öfen, weil die Strom- und Wärmeversorgung nach dem grandios gescheiterten Energiewende-Experiment nur höchst unzuverlässig funktioniert. Leere Ladenlokale mit schmutzigen, rußigen Fensterscheiben. Viele Schilder, die Räumungsverkauf oder Ein-Euro-Artikel anpreisen. Aber mittendrin große, teure, bunte Plakatwände, mit gesund und heroisch einherschreitenden Männern und Frauen darauf, die thetralisch Sicheln, Hämmer, blaue Flaggen oder Ährenbündel in die Höhe halten. Darauf neben den anödenden, dümmelnden politischen Parolen auch auf- oder untergehende Sonnen und natürlich die obligatorischen fünfzackigen Sterne, die irgendwie etwas mit Europa zu tun haben sollen. Im Kontrast zum blühenden Leben auf dem Plakat die wirklichen Menschen, die lethargisch und verzweifelt ihre Alltagsnot zu lindern suchen, huschend auf dem Weg von dem einen Laden mit leeren Regalbrettern zu einer Schlange vor dem anderen Laden, in dem die Regalbretter gerade wohlgefüllt sind mit dem einzigen Sortimentsartikel, den die Planwirtschaft zuletzt massenhaft in die Läger gespült hat -- quecksilberhaltige Vergiftungssparlampen zum Beispiel. Die wirklichen, massenhaft arbeitslosen Menschen also, die sich scheu umsehen, die sich hüten, einen falschen Zungenschlag zu tun, um nicht von den überall pirschenden, aus knappen Steuermitteln bezahlten Wächtern der politischen Korrektheit eines Meinungsverbrechens beschuldigt zu werden (die gefürchteten Korrektheits- und Gesinnungs-Beauftragten, kurz KGBs). Die vom alles politisierenden Staatsapparat jämmerlich hinters Licht geführten Menschen also, die mit allem Anlaß fürchten, für den Rest ihres kummervollen Lebens in einer rechten Ecke hinter Paria-Stacheldraht zu verschwinden, aufbewahrt zu werden für alle Zeit, wenn sie aus ihrem Herzen keine Mördergrube mehr machen würden und ihren Zorn über die Verhältnisse im Land laut hinausschrieen. Propagandistisches Hintergrundrauschen vom Plakat: "Vorwärts, Patrioten, zum Aufschwung im (sechsten) Jahr rot-grüner Erfolgspolitik!" Vergebung, Ihr Rot-Grünen. Die Karikatur wäre mit der Beschriftung "schwarz-gelb" genauso richtig, wie heute jeder weiß. Die Sozialistische Staatsverirrte Einheitspartei im Deutschen Bundestag und außerhalb hat viele Farben, um dem Wähler Alternativen vorzugaukeln, die er in Wahrheit nicht hat. Die Ruine einer Demokratie. Willkommen in der Europäischen Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, in Eurer über alles vaterländisch  ... äääh ... MenschInnen-lich geliebten EUdSSR! (2003).

PS: Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus haben sich verabredet. Sozialismus kommt zu spät zum Treffpunkt: "Entschuldigt, ich habe in einer Schlange um Wurst anstehen müssen!" Sagt Kapitalismus mit großen Augen: "Was ist eine Schlange?" Sagt Kommunismus mit noch größeren Augen: "Was ist Wurst?".



Government official exhortations to hold out in economic decline. On small signs: Clearance sale. We close our business. Propagandistic background noise on big sign: ". Forward, patriots, into upswing in the (sixth) year of red-green success policy!" Request for your forgiveness, dear Red-Greens. The cartoon would be just as right when it was labeled" black-yellow ", as now everyone knows. The Socialist State-Aberrated Single Political Party in the German parliament and outside has many colours in order to pretend alternatives to the voters they actually don't have. The ruins of a democracy. Welcome to the EUSSR! (2003).

PS: Capitalism, socialism and communism have an appointment. Socialism arrives late at the meeting point: "Excuse me, I needed to stand in a queue for sausages!" Capitalism says, wide-eyed: "What is a queue?" Says communism with even bigger eyes: "What is a sausage?".