Mittwoch, 18. April 2012

Was sind das für Menschen, die sich freiwillig zum Nacktscannerdienst melden?

Wie wird dafür Sorge getragen, daß nicht ausgerechnet solche Menschen in den Flughafensicherheitsdienst aufgenommen werden, denen es eine besondere, intime Lust bereitet, Nacktbilder von fremden Personen zu betrachten, die sich in ihrer Nähe aufhalten oder aufgehalten haben? Ist die Grenze zum privaten Mißbrauch der Bilddaten (oder der Leibesvisitationsaufgabe) überhaupt dienstrechtlich definiert? Die Presserechtsprechung ist streng, wenn es um die Veröffentlichung von Nacktaufnahmen gegen den Willen der Betroffenen geht. Was machen die Personen, die täglich mit dienstlich gewonnenen Nacktbildnissen zu tun haben, mit dem ihnen anvertrauten Bildmaterial? Die offiziellen, behördlichen Versicherungen zu Datenschutz und Datenlöschung kann man wohl getrost vergessen. Oder wird jeder Flughafensicherheitsmitarbeiter täglich auf das Mitführen und die Verwendung einer privaten Digitalkamera (Mobiltelefon!) gefilzt? Ich bezweifle es. Nacktscannerei ist nicht nur sinnlos, es ist eine Verhöhnung und Demütigung der Bürger, denen die deutsche Obrigkeit obendrein noch hämisch etwas von der dringend nötigen Verbesserung der Menschenrechte in anderen Ländern erzählt. Bestand übrigens zwischen den "Terroristen", deren Verhalten zur Einführung dieser Entblößungsapparate geführt hat, und den Herstellern dieser Geräte irgendeine persönliche Bekanntschaft oder Geschäftsbeziehung? "Kaufen Sie die neuesten Nacktscans - jetzt auch von Promis" -- "Ich nehme zwei Mal Heidi Klum, bitte!" (2010).

What can be said about people who voluntarily apply for service at body scanners? How it is ensured that not just those people are included in the airport security service, who feel a special, intimate pleasure when looking at nude pictures of strangers who are or were in there presence? Has the limit to personal abuse of the image data (or of the strip-search task) ever been legally defined? The press law is strict when it comes to publication of nude photographs against the wishes of those affected. What do people do who have daily contact with nude portraits due to their service tasks, with those images entrusted to them? The official, government insurance on privacy and data erasure can probably be forgotten about. Or is it so that security staff are frisked each day on if they carry and/or use a personal digital camera (mobile phone!)? I doubt it. Nude body scanning is not only pointless, it is a mockery and humiliation of the citizens, whom the government, on top,  tells its spiteful little of the pressing need to improve human rights in other countries. Besides: Was there any personal acquaintance or relationship between the "terrorist", whose behavior has led to introduction of these exposure apparatuses, and the manufacturers of these devices ? 

"Buy the latest nude scans - now of Celebrities, too" - "I take twice Heidi Klum, please!" (2010).